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CLEI im National Building Museum in Washington DC

12. Dezember 2017

3 in 1 – das beschreibt in diesem Fall kein praktisches Funktionsmöbelstück, sondern die Ausstellung, die CLEI in Zusammenarbeit mit National Building Museum in Washington, D.C. und dem Funktionsmöbelhersteller Resource Furniture aus New York als Antwort auf die nationale Wohnungskrise in den USA gestaltet hat.

In der neunmonatigen Ausstellung im National Building Museum Making Room: Housing for a changing America zeigt CLEI drei unterschiedliche Lebensentwürfe gekoppelt an ihr jeweiliges Zuhause und begegnet damit einer sich deutlich abzeichnenden demographischen Entwicklung.

Waren in den 1970er Jahren noch 40% der amerikanischen Gesellschaft in eine heute würden wir sagen „traditionellen Familie“ eingebunden – also einer Familie bestehend aus einem Vater, einer Mutter und Kindern – muss der Wohnungsmarkt im 21. Jahrhundert einer sehr veränderten Situation gerecht werden. Wohnungen werden zu 30% von alleinstehenden Frauen und Männern gemietet. 1 Jahr Vorbereitung hat das Team investiert und herausgekommen ist ein spannendes Ausstellungskonzept, dass nicht nur Dynamik ausstellt, sondern auch in sich dynamisch ist. Alle drei Monate wechselt die Ausstellung die Anordnung und Aufbauten der Räume und präsentiert so ganz unterschiedliche Wohnkonzepte für die verschiedensten Lebensentwürfe auf 93 qm. Alle Entwürfe sollen sowohl Raum für Privatsphäre ermöglichen, aber auch gemeinschaftlich nutzbare Fläche haben und kreieren so einen individuellen aber dennoch sozialen Wohnraum – auf kleinem Raum. Alle ausgestellten Wohnungsentwürfe sind behindertengerecht und werden modernsten Anforderungen gerecht.

The Roommates

Der erste Teil der Ausstellung ist von November 2017 bis Februar 2018 zu sehen. Die Räumlichkeiten werden von einem Paar und von zwei alleinstehenden Personen bewohnt – eine klassische Wohngemeinschaft.

Dem Paar sowie den Einzelpersonen soll Raum für Privatsphäre gegeben werden bei gleichzeitig offener und auch sozial angelegter Gestaltung. Dazu ist der Raum mit einem platzsparenden Schrankbett mit Stauraum im Schrank ausgestattet, das in der Wand untergebracht werden kann, wenn es nicht benutzt wird. Verschiebbare Wände öffnen und schließen Räume und bieten den Platz für Gemeinschaft.

The Extended Family

Der zweite Teil der Ausstellung ist von März bis Mai 2018 zu sehen. Die ausgestellte Wohnung geht von einer Mehrgenerationen Familie aus. Die Großmutter lebt mit ihrer erwachsenen Tochter und ihrem Enkel. Wie in The Roommates wird auch hier durch verschiebbare Wände Privatsphäre geschaffen oder für Gemeinsamkeit aufgehoben. CLEI und Resource Furniture haben in diesem Raumkonzept den höchsten Anteil der Ausstattung verglichen mit den anderen Räumen.

The Empty Nesters

Der dritte Teil der Ausstellung ist von Juni bis September 2018 zu sehen. Das Ausgangszenario ist ein älteres Ehepaar, das nun allein, da die Kinder ausgezogen sind, zu viel Raum zu bewirtschaften hat und sich entschließt, Teile der Wohnung unterzuvermieten. Hier entstehen mit wenigen Handgriffen zwei vollkommen unabhängige Haushalte. Im Entwurf gibt es für die beiden entstandenen separaten Wohnungen auch jeweils eigene Eingänge und eigenen Badezimmer. Die ganze Wohnung ist behindertengerecht, wie alle Entwürfe.

CLEI und Resource Furniture stellen mit diesen 93 Quadratmetern nicht nur Wohnraum und passende Möbel aus. Die Ausstellung versteht sich nicht al Werbefläche für junges Wohnen oder als Showroom für Möbel. Ganz klar: CLEI und Resource Furniture eröffnen einen Blick in eine demographische Entwicklung, zeigen das Leben einer potentiellen zukünftigen Gesellschaft und formen und gestalten so unsere Vorstellung vom Leben und Wohnen in der Zukunft.

Die Ausstellung Making Room: Housing for a changing America ist vom 18. November 2017 bis zum 16. September 2018 im National Building Museum in Washington, D.C., zu sehen.

Bilddaten: Carl Cox Photography/Courtesy Resource Furniture, Kevin Allen Photography